Dienstag, 29. September 2020
Um 23 Uhr macht das Virus Feierabend


Aber das ist nicht der Grund, warum sich Leute, denen man in München derzeit das Masketragen im Freien aufzwingt, etwas verschnupft reagieren.

Eher deswegen:

"Kann man sich etwa durch einen Mund-Nasen-Schutz oder Arzneimittel schützen?

Das Risiko einer Infektion kann durch einen eng anliegenden Mund-Nasen-Schutz (wie er in der Chirurgie und der Intensivmedizin verwendet wird) verringert werden. Einlagige Masken sind unwirksam.

Das generelle Tragen von Atemschutzmasken oder Mund-Nasen-Schutz durch die Allgemeinbevölkerung während einer Influenzapandemie lässt aber keine wesentliche Reduzierung der Übertragung von Influenzaviren erwarten und wird daher auch nicht empfohlen. ...

Denn jede Kontaktperson könnte eine Infektionsquelle sein. Familienangehörige, insbesondere Kinder, und Freunde stellen wegen des engeren Kontakts eine erheblich wirksamere Infektionsquelle dar als zum Beispiel flüchtige Kontaktpersonen in der U-Bahn. Folglich müsste der Mund-Nasen-Schutz ständig, auch zuhause, getragen werden, um wirksam zu sein; dies ist nicht praktikabel.

Das stammt nicht aus einem Infoblatt von Coronaskeptiker, sondern steht auf der Website des Bayrischen Ministeriums für Gesundheit und Pflege.

Nachtrag: Das Ministerium hat den Artikel "angepasst". Originaltext auf archive.org (19.9.2020)



Samstag, 26. September 2020
40 Jahre später


Die Bilder sind noch immer da. Wir waren eines der ersten Rettungsfahrzeuge vor Ort. Ein junger Zivildienstleistender, der mitten hinein geworfen wurde in den Terror. Tote Menschen, blutende Menschen, schreiende Menschen, blöde mit Bierkrügen dreinguckende Menschen, die nicht in der Lage waren zu verstehen, was passiert war.

Rechter Terror, der keiner sein durfte. Am Morgen klingelte der Staatsschutz Sturm, um einem völlig erschöpften jungen Mann einzuschärfen, er möge gefälligst die Klappe halten, sonst...

Trotzdem ist Strauss nicht Kanzler geworden.

Heute genau vor 40 Jahren war das, als eine unbeschwerte Jugend endete.



Dienstag, 1. September 2020
Reichskriegsflaggen am Reichstag?


Hier versucht ihr das besser nicht. Ihr würdet euch wundern, wie ungemütlich ein Kriegsdienstverweigerer werden kann.



Mittwoch, 8. Juli 2020
Ein Nobelmakler ruft an


Er möchte mir ein "fantastisches" Angebot unterbreiten. Ein Käufer sei bereit, 1,3 Millionen Euro für meine Wohnung zu bezahlen. Sofort. Sogar ohne Besichtigung.

Oh. Woher kennt der denn meine Wohnung? Das sei doch nicht von Belang, druckst der Makler herum. Wer denn der Käufer sei? Das könne er "natürlich" nicht sagen. Aber auf Wunsch werde Cash bezahlt. (Völlig unnötig, da der Verkauf ohnehin für mich steuerfrei wäre.)

Ich habe einen Verdacht. Vermutlich ist der Heizungsableser der Zuträger. Ich hatte ihm ein Glas Wasser gegeben, und dabei hatte er die ganze Wohnung gesehen und ein Smartphone in der Hand.

Ich habe dann meine gefiederten Untermieter gefragt. Sie sind dagegen.

PS: Das Foto zeigt nicht meine Wohnung. Aber geht schon in die Richtung.