Donnerstag, 7. Mai 2020
Soforthilfe Künstler in Bayern?


Vollmundig sagte der Södermarkus am 20. April in seiner Regierungserklärung soloselbständigen Künstlerinnen und Künstlern, die in der Künstlersozialkasse angemeldet sind, Unterstützung zu: tausend Euro pro Monat für insgesamt drei Monate.

"Zeitnah" sollte die Antragsmöglichkeit verfügbar sein. Oh, bis heute ist auf der Homepage des dafür zuständigen Bayerischen Kunstministeriums nichts zu sehen.

Kunstminister Bernd Sibler erklärte nun, die Rahmenbedingungen müssten noch abgestimmt und die Erfassung der Anträge geklärt werden. Es gebe Probleme mit einem Computerprogramm, die müssten gelöst sein, damit es dann schnell losgehen kann. Der Kunstminister hofft, "dass wir spätestens Mitte nächster Woche soweit sind."

Prima: Ist ja nur ein knapper Monat nach der Ankündigung. "Sofort" auf bayrisch. Dann rechnen wir mal (optimistisch) mit einer Bearbeitungszeit von mindestens zwei Wochen, die Auszahlung dürfte nochmal mehrere Wochen dauern. Bekannten von mir, die die reguläre Soforthilfe Mitte März beantragt haben, wurde bis heute kein Geld überwiesen. Schon fast zwei Monate also. Auch die Klavierlehrerin hat bis heute kein Geld bekommen, lediglich eine Zusage.

An der Bedingung, in der Künstlersozialkasse versichert sein zu müssen, wurde (bisher) nichts geändert. Die meisten Künstler bekommen also nichts.

Bayern lässt eben niemanden allein. Wohlgemerkt, der Staat hat vielen dieser Künstler das Arbeiten und Geldverdienen verboten. Die Süddeutsche hat zwar (natürlich hinter Paywall) moniert, dass die Unterscheidung zwischen privaten und betrieblichen Liquiditätsengpässen bei Soloselbständigen abwegig und ungerecht sei, da die Kurzarbeit bei Arbeitnehmern ja auch private Nöte linderte, aber das interessiert Aiwanger nicht. Für den sind Künstler sowieso nur unnütze Fresser.

Und was macht unser Silberkannenkäufer? Moniert in seinen Tweets die Existenz von "leistungslosen Kreativen" und beklatscht eine Kaufprämie für Neuwagen.



Mittwoch, 6. Mai 2020
Maskentrends Maximilianstraße


10 Euro pro Maske, da kann man eigentlich nicht meckern. Mit dem Täschchen wird's dann aber schon teuer.

Wieder mal brutale Diskriminierung der Herren. Für die gibt's nichts Schickes.



Dienstag, 5. Mai 2020
Fashion Statement


Verspätetes modisches Frühlingserwachen in der Maximilianstraße, mit einem neuen Accessoire.

Designermasken für 30 Euro aufwärts sind schwer im Kommen. Warum auch nicht? Gute Krawatten kosten mehr.

Hermès kaufen allerdings nur Asiatinnen. Genau die glänzen derzeit durch Abwesenheit.



Montag, 4. Mai 2020
Die Mauersegler sind eingezogen!


Gestern hörte ich sie schon, wie sie mit lautem Sriii Sriii durch die Altstadt fegten. Es sind leider wieder weniger als letztes Jahr.

Heute morgen um fünf dann raschelte es im Fensterkasten. "Meine" Mieter sind eingezogen!

Ab heute endet der Schlaf also wieder bis Anfang August um 5 Uhr morgens. Es könnte mich nicht weniger stören. In Kürze mehr dazu.