Schugeschäfte sind in Bayern unverzichtbar


Sie dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehörten.

Zur Begründung verwies Richterin Carrie Bradshaw der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat darauf, dass Schuhgeschäfte für die Versorgung der Bevölkerung eine vergleichbar gewichtige Bedeutung hätten wie etwa Buchhandlungen, Geschäfte für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

Also Madame, um das Bild mal kurz zu erklären: links ja, rechts nein!

PS: Bevor jetzt Kommentare zum heutigen Datum aufschlagen... das scheint kein Aprilscherz zu sein.




sid am 11.04 2021, 23:17  |  Permalink
Ich hab die Tage bisserl über die Schuhgeschäfte nachgedacht.
Das ist ja so - für Ausgewachsene eher kein Thema bzw. kann man da auch mal paar Wochen auf Kauf verzichten und auf anderes Schuhwerk ausweichen.
Kinder allerdings schießen manchmal derart in die Höhe und vor allem bei zu kleinem Schuhwerk sind die Folgeschäden teils fatal. Daher könnte ich mir vorstellen, daß die Schuhgeschäfteregelung vor allem das Wohl der Kinderfüße in Betracht gezogen hat?

avantgarde am 11.04 2021, 23:19  |  Permalink
Hat man tatsächlich. Aber Kinder brauchen ja nicht nur Schuhe. Und warum Buch- und Blumenläden?

Außerdem kauft man ja nicht unbedingt Gucci für Kinder. Die hatten schon gejubelt in der Maximilianstraße. Aber der Staat mag sich nicht gerne vorführen lassen. Also gibt es jetzt keine Sonderrechte für diese mehr. Alles ist wieder gleichgemacht und die Kinder bleiben unbeschuht.

sid am 11.04 2021, 23:26  |  Permalink
Fragen Sie ernsthaft, warum Buchhandlungen wichtig sind?


Was Gucci und Co. angeht, so sähe das die russische Gemeinschaft hier das etwas anders ; )))
Ich genieße den Vorteil, mir dort erst gar nichts leisten zu können.