Wie man Vertrauen verspielt
Seit 9. Dezember gilt in München eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Sie ist fast absolut. Selbst Luftschnappen wird nicht akzeptiert. Bußgeld obligatorisch 500 Euro.

Die Ausgangssperre wurde Anfang Dezember für den Fall angekündigt, dass die wöchentliche Inzidenz auf über 200 steigt.

Heute liegt sie für die Stadt München bei 78. Wird die Ausgangssperre aufgehoben oder wenigstens gelockert? Nein.

Sowas befördert Freiwilligkeit und Vernunft erheblich.

Auch das Theater um die FFP2-Masken ist bedenklich. Heute beim Einkaufen eine Frau mit schmalem Gesicht gesehen, der die Maske viel zu groß war. Sie war eigentlich unsinnig.

Das aber ist ok. Eine klassische OP-Maske, die viel besser anliegen würde, ist dagegen im Geschäft nicht zulässig und wird nun mit Bußgeld geahndet.

Der Staat brachte es noch nicht mal fertig, eine Preisgrenze für diese Masken festzulegen. Nein, er verlangt sogar 19% Mwst.

Übrigens hat bisher kein Soloselbständiger, den ich kenne, die "Novemberhilfe" erhalten. Jetzt werden Menschen, die dies absolut nicht wollen, in Hartz4 getrieben, weil sonst die Wohnung weg wäre. Ein Moratorium bei der Mietenzahlung gibt es nämlich nicht, und Wohnungen mit einigermaßen erschwinglichen Mieten werden natürlich besonders gern gekündigt.

Besonders abstoßend auch das Schauspiel in Talkshows, wo ein Kanzleramtminister mit unverschämter Bräsigkeit das Impfstoffdebakel als kluge EU-Verhandlungstaktik verkauft, und im Herbst gibt es sicher ein "Impfangebot für alle".

Bis dahin stellen wir halt eine Kerze ins Fenster für die Toten.