Donnerstag, 1. April 2021
Schugeschäfte sind in Bayern unverzichtbar


Sie dürfen auch in Gebieten mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 100 öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat am Mittwoch entschieden, dass Schuhgeschäfte zu den für die tägliche Versorgung unverzichtbaren Ladengeschäften gehörten.

Zur Begründung verwies Richterin Carrie Bradshaw der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat darauf, dass Schuhgeschäfte für die Versorgung der Bevölkerung eine vergleichbar gewichtige Bedeutung hätten wie etwa Buchhandlungen, Geschäfte für Babybedarf, Bau- und Gartenmärkte, Blumenläden oder Versicherungsbüros, die nach der geltenden Regelung ausdrücklich geöffnet sein dürfen. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

Also Madame, um das Bild mal kurz zu erklären: links ja, rechts nein!

PS: Bevor jetzt Kommentare zum heutigen Datum aufschlagen... das scheint kein Aprilscherz zu sein.



Was ein einziger Infizierter zuviel anrichtet
In München liegt Stand jetzt laut RKI die Inzidenz zum zweiten Mal in Folge über 100, allerdings hauchdünn bei 100,2.

D.h. ein einziger Infizierter weniger, und die Inzidenz wäre unter 100 gefallen.

Konsequenz: Das Spiel beginnt nicht von vorne. Wenn morgen die Inzidenz wieder über 100 liegt, greift wohl schon am besonders umsatzstarken Karsamstag die "Notbremse". Millionenverluste, wieder einmal.

Der April ist verloren. Niemand hat eine Ahnung, wann man wieder aufsperren darf.

Im Sommer gibt es eine vierte Welle... die der Insolvenzen und vernichteten Existenzen. Weil die staatlichen Hilfen lächerlich sind und oft noch nicht mal gezahlt wurden.