Montag, 18. Mai 2020
Wie Bayern seine Künstler wertschätzt

Nationaltheater

Ich hatte schon so ein ungutes Gefühl. Heute rief mich die Klavierlehrerin an, der man 9000 Euro Soforthilfe zugesagt hatte. Sie habe einen ziemlich nassforschen Brief erhalten. Man habe ihren Antrag nochmal überprüft, und sie hätte ihn überhaupt nicht stellen dürfen, da man keine Honorarausfälle geltend machen dürfe, sondern nur betriebliche Kosten.

Das Geld würde daher "selbstverständlich" nicht ausbezahlt, man sehe immerhin in ihrem Fall von strafrechtlichen Ermittlungen wegen Subventionsbetrug ab.

"Eventuell" könne sie die neu aufgelegte Soforthilfe für Künstler beantragen (ingesamt 3000 Euro), aber man werde ihren Fall besonders genau prüfen. (Beantragung auch einen Monat nach Verkündigung nicht möglich.) Ansonsten stünde ihr der Weg zu ALGII frei.

Ich würde dieses Gebahren sehr gerne zur Presse durchstechen, aber die Frau hat Angst und fürchtet Schwierigkeiten. Sowas macht mich echt wütend.

Das Foto ist eher Symbolbild. Die Luxuskultur wird man schon retten. Schließlich wollen die Großkopferten wieder ihre Abendgarderobe ausführen.



München lebt wieder


Heute noch "to go", ab morgen wieder auf der Terrasse.